Im vitaminreichen Angebot des Fellbacher Weltladens gibt es zur Zeit ein besonderes Angebot: Bitterorangen. Sie werden auch Pomeranzen oder Dreiblattzitronen genannt. Es ist das einzige Zitrusgewächs, das  den Winter in unseren Breiten mit bis zu – 25 Grad übersteht. Die Früchte sind rund, erinnern mehr an Zitronen und haben nur wenig Fruchtfleisch, das ziemlich sauer und leicht bitter schmeckt. Die Pflanze hat einen besonders hohen Zierwert. Nicht nur die Blüten und Früchte sind besonders, auch das Laub hat durch seine Dreiblättrigkeit eine besondere Optik. Deshalb wird die Pomeranze  oft als Kübelpflanze verwendet. Sie ist robust und verströmt einen betörenden Duft.

Entstanden ist die Bitterorange vermutlich als Hybride zwischen Pampelmuse und Mandarine.

Die Heimat der Pomeranzen ist heute nicht mehr feststellbar. Wahrscheinlich wuchsen die ersten Bäume mit der orangefarbenen Frucht in den südlichen, tropischen Gebieten des Himalaya oder in den Gebirgsregionen Chinas. Fest steht, dass der Baum seit mehr als 4000 Jahren vor allem wegen seiner aromatischen Frucht kultiviert wird. Die aus den gleichen Elternarten entstandene süße Orange wird wegen ihrer gänzlich unterschiedlichen Verwendung von den Bitterorangen unterschieden. Während die Bitterorange spätestens im 11.Jahrhundert nach Italien gekommen ist, wurde die süße Variante erst im 15. Jahrhundert nach Europa eingeführt.

Die im reifen Zustand leuchtend orange Schale ist dicker und unebener als die der Orange. Die äußere, farbige Schale lässt sich relativ leicht abschälen. Im Innern ist die Frucht in zehn bis zwölf Segmente eingeteilt, viele Sorten enthalten zahlreiche Samen. Das Fruchtfleisch ist sauer, die weiße Schicht unter der Schale und die Häutchen um die einzelnen Segmente schmecken bitter. Die zentrale Achse der Frucht ist zur Reifezeit meist hohl. Erntezeit im Mittelmeerraum ist Januar bis Februar.

Aus der äußeren Fruchtschale wird Orangeat und aus der gesamten Frucht Orangenmarmelade hergestellt, wobei die äußere Fruchtschale abgeschält und zerkleinert dem Gelee beigegeben wird. Außerdem werden Schalen und Saft der Pomeranze für die Herstellung des Likörs Curacao, des Berliner Likörs Mampe Halb und Halbe und der italienischen Bitterorangenlimonade Aranciata Amara benötigt.

Die Pomeranze liefert auch  wichtige Duftbausteine für die Parfümerie..

Bitterorangen sind vielseitig verwertbar und ideal für Marmeladen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.