Es dauert zwar, doch nach und nach setzt sich die Idee eines Lieferkettengesetzes durch (siehe auch frühere Beiträge). Wer dieses Stichwort als Internetsuche eingibt, erhält fast eine halbe Million Treffer. Nun hat auch das Ministerium für Arbeit und Soziales eine bundesweite Kampagne gestartet, in der über das Lieferkettengesetz informiert und die Liste der Vorteile aufgezählt wird. http://www.csr-in-deutschland.de/DE/Wirtschaft-Menschenrechte/wirtschaft-menschenrechte.html

Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein Zusammenschluss zahlreicher Organisationen mit einem gemeinsamen Ziel: Sie treten ein für eine Welt, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden – auch im Ausland. Im Juli 2020 wurde Petition an die Bundeskanzlerin beendet. Über 222 222 Menschen haben sich der Forderung angeschlossen. Doch auch in der Corona-Krise zeigt sich deutlich: Freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Umso dringender braucht es ein Gesetz! Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, müssen dafür haften. „Skrupellose Geschäftspraktiken dürfen sich nicht länger lohnen“, fordert die Initiative. https://lieferkettengesetz.de/

Garant für fairen Handel: Weltladen-Waren Fotos: WL

Schon länger hat sich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eingebracht und informiert auf seiner Homepage: Globale Wertschöpfungsketten machen 80 Prozent des Welthandels aus und sind Existenzgrundlage für über 450 Millionen Menschen. Keine zweite große Industrienation ist so intensiv in internationale Lieferketten eingebunden wie Deutschland. https://www.bmz.de/de/themen/lieferketten/index.html

Deshalb heißt die „Zauberformel“ CSR: Unter „Corporate Social Responsibility“ ist die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens zu verstehen. CSR ist die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dies umfasst soziale, ökologische und ökonomische Aspekte, wie sie etwa in international anerkannten Referenzdokumenten zur Unternehmensverantwortung ausgeführt sind, insbesondere in der ILO-Grundsatzerklärung über Unternehmen und Sozialpolitik, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, im UN Global Compact oder in der ISO 26000. Konkret geht es beispielsweise um faire Geschäftspraktiken, mitarbeiterorientierte Personalpolitik, sparsamen Einsatz von natürlichen Ressourcen, Schutz von Klima und Umwelt, ernst gemeintes Engagement vor Ort und Verantwortung auch in der Lieferkette.

Viel Aufklärungsarbeit über das Lieferkettengesetz
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